Leonhard zu Besuch im Feuerwehrhaus

"Wünsch Dir was" für Leonhard - Feuerwehr erfüllt Herzenswunsch

von Kreisbrandmeister Thomas Märcz

Leonhard macht Fortschritte. Sein Körper hat das gespendete Knochenmark angenommen. Aber es ist noch ein weiter und auch beschwerlicher Weg für ihn und seine Familie.
"Einmal als richtiger Feuerwehrmann arbeiten" - das war der Herzenswunsch des Fünfjährigen, den ihm die Feuerwehr gerne erfüllt hat.
Die Realisation solcher Wünsche hilft vielen Kindern sehr. Es sind Besserungen im Allgemeinbefinden und im besten Fall sogar weitgehende Genesungen zu verzeichnen.
Ein Grund mehr für die Männer der Feuerwehr Ruhmannsfelden, diesen Sondereinsatz für Leonhard zu organisieren. Einen Einsatz, der allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat und sicher auch noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Feuerwehr macht Leonhard richtig Freude, das hat er uns schon im Dezember letzten Jahres bei unserem Besuch bei ihm verraten. Auch in der Zeit im Klinikum in München, wo Leonhard die Knochenmarkspende erhielt, hat ihn die Feuerwehr nicht vergessen.
Rudi Edenhofer, 1. Kommandant der FF Ruhmannsfelden, ermöglichte Leonhard zusammen mit seinen Eltern einen Tag in der Hauptwache der Berufsfeuerwehr München.
Dort bekam er alle Arbeiten bei einem Einsatz und die Löschfahrzeuge super und kindgerecht erklärt. Vom Babynotarztwagen war er sehr angetan und seine Eltern konnten in der Zwischenzeit bei Kaffee und Kuchen ein wenig verschnaufen.
Nach diesem schönen Tag bei der BF hatte sich Leonhard fest vorgenommen, wenn er wieder zu Hause ist, seiner Heimatfeuerwehr einen Besuch abzustatten.
Und am vergangenen Samstag war es so weit: mit dem Feuerwehrauto holten Kommandant Rudi Edenhofer und Kreisbrandmeister Thomas Märcz Leonhard zuhause ab und brachten ihn zum Ruhmannsfeldener Feuerwehrhaus. Nach einem größeren Umweg, auf dem er das "Feeling" einer Einsatzfahrt verspüren konnte, wurde Leonhard dort von einigen Feuerwehrkameraden in Empfang genommen. An einem alten Auto wurde ihm der "Hydraulische Rettungssatz" vorgeführt und es war für den Jungen ein großes Erlebnis, als er sogar selber die Rettungsschere bedienen durfte. Auch das Löschen durfte nicht fehlen. Funken mit Handsprechfunkgeräten und auch das Ablöschen einer brennenden Flüssigkeit mit einem Pulverlöscher standen weiterhin auf dem Programm.
Der Abschied nach diesen schönen, unbelasteten Stunden voller Erlebnissen und Abenteuern fiel allen schwer.
Die Feuerwehr Ruhmannsfelden hat Leonhard als Freund gewonnen und wird ihn - so weit es möglich ist - in die Jugendgruppe mit einbinden, solange er sich das wünscht. " Wir freuen uns über dieses große Interesse an unserer Arbeit gerade von Seiten der Jugend, denn diese ist unsere Zukunft", schloss Kommandant Rudi Edenhofer dieses sicher einmalige Ereignis.
Der Schlusssatz von Leonhard war noch "Den jeder braucht irgendwann mal die Feuerwehr"