Wärmebildkamera für die Feuerwehr - Kritik an Diskussion
im Marktrat
Ruhmannsfelden. Mehr Sicherheit für Mannschaft und Bevölkerung zugleich
- das bieten neue Gerätschaften der Ruhmannsfeldener Feuerwehr. Eine Wärmebildkamera
und ein Überdrucklüfter wurden durch die große Spendenbereitschaft
der Bevölkerung finanziert.
Insgesamt 11 000 Euro hatte Kommandant Rudi Edenhofer in den letzten Monaten
gesammelt. Nun übergab er die Apparaturen symbolisch an Bürgermeister
Josef Brunner, denn die Gemeinde ist für den Brandschutz verantwortlich.
Man sei stolz auf die Feuerwehr, meinte Bürgermeister Brunner, vor allem,
wenn man bedenke, dass sie fast jeden zweiten Tag im Einsatz ist und zusätzlich
noch zahlreiche Übungen absolvieren müsse. Selbst die aus Festen eingenommenen
Gewinne würden wieder zum Wohl der Gemeinde in Ausrüstung investiert.
Das ist kein Hobby mehr, es geht um das Retten von Leben, so der
Bürgermeister. Und: Wir stehen hinter der Feuerwehr.
Es gebe jedoch eine peinliche, nicht so harmonische Diskussion im
Gemeinderat um die Finanzierung und die Notwendigkeit eines neuen Fahrzeugs,
räumte er ein. Man müsse hier ehrlich bleiben und Verantwortung zeigen.
Dass man angesichts von Reparaturen nun über einen früheren Kauf reden
müsse, verstehe eigentlich jeder.
Kreisbrandrat Hermann Keilhofer stellte die Frage Was ist Feuerwehr im
21. Jahrhundert? Nur
ein paar Spinner mit anderen Gedankengängen? Nein, sie sei da für
den Nächsten, aber auch
der Staubsauger der Gesellschaft und mache das, was die Bevölkerung
nicht selbst tun wolle. Aber dafür brauche sie auch das
nötige Equipment, betonte Keilhofer.
Der örtliche Kreisbrandmeister Thomas Märcz lobte vor allem die beispielhafte
Aktion und den Einsatz von Kommandant Edenhofer. Die Wärmebildkamera
sei extrem wichtig für die Ortung von Brand- und Glutnestern und natürlich
die eigene Sicherheit. Dies bestätigte auch Alfred Schindler vom Hersteller
MSA Auer: Sicht ist alles und dafür ist die Kamera ein großartiges
Hilfsmittel.
Edenhofer kam zum Ende des offiziellen Teils nochmals auf den langen,
beschwerlichen Weg zurück, der für die Finanzierung zu gehen
war. Es habe bei der Sammelaktion nur wenige Abweisungen gegeben, aber
auch für die sind wir 365 Tage da. Außerdem wolle man sich
wegen der Fahrzeug-Diskussion im Gemeinderat nicht als Lügner darstellen
lassen: Das dürfen wir nicht hinnehmen.
Nach den Ansprachen hatten die Spender Gelegenheit, die Kamera in einem verrauchten
Raum in der Hauptschule in Aktion zu begutachten. - sun
Spender
der Wärmebildkamera
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