Bericht 52

Beim Schwammerlsuchen irr gegangen

78-Jähriger übernachtete in einer Hütte - Über 100 Kräfte bei Suchaktion

Achslach (hl). Ein abgängiger Schwammerlsucher hat am Donnerstagabend im Raum Achslach-Gotteszell eine große Suchaktion mit über 100 Einsatzkräften ausgelöst. Gestern früh meldete sich der gesuchte 78-Jährige wohlbehalten zurück.

Am Donnerstagnachmittag, gegen 17 Uhr, wurde der Polizeiinspektion Viechtach mitgeteilt, dass ein 78-jähriger Rentner aus der Gemeinde Achslach abgängig sei. Der rüstige, relativ kleine Mann (165 cm groß, 55 kg schwer) hatte gegen 10 Uhr das Haus verlassen und wollte Pilze sammeln. Als er am Nachmittag immer noch nicht zurück war, verständigten die Angehörigen die Polizei.
Diese veranlasste dann umgehend eine umfangreiche Suchaktion mit allen zur Verfügung stehenden Kräften. Alarmiert wurden die Feuerwehren Achslach, Ruhmannsfelden, Gotteszell, Allersdorf und Kirchaitnach sowie der Polizeihubschrauber aus Straubing. Im Einsatz waren ferner drei Rettungshundestaffeln mit insgesamt zwölf Hunden sowie die Bergwachtbereitschaften Ruhmannsfelden und Viechtach mit 20 Mann.
Bis gegen 23 Uhr wurden die umliegenden Wälder durchkämmt - ohne Erfolg. Die Suche , die Kreisbrandrat Hermann Keilhofer leitete, wurde dann abgebrochen und vereinbart, dass sie am frühen Vormittag fortgesetzt wird.
Dies war dann gottlob nicht mehr notwendig. Bereits um 6.25 Uhr gestern früh teilte der Sohn des Vermissten der Polizei mit, dass sein Vater wieder zu Hause sei.
Der 78-Jährige hatte sich nach eigener Aussage beim Schwammerl suchen verlaufen und dann bei Einbruch der Dunkelheit beschlossen, in einem Holzschuppen zu übernachten. Diese Hütte, so wurde im Nachhinein festgestellt, befindet sich in der Nähe des Vogelsang.
Am frühen Morgen ging der Mann dann bergab und wurde in Gotteszell aufgegriffen. Er machte zwar einen erschöpften Eindruck, war aber wohlauf. Angehörige und Rettungskräfte äußerten sich gestern Vormittag glücklich und zufrieden über den Ausgang des Vorfalles.

Quellen: Text: PNP