Großübung in Disco

 

Großbrand in Disco gottlob nur Übung
Acht Feuerwehren und BRK im Einsatz

von Thomas Gierl
Berging. Die vollbesetzte Discothek "Alibama" im Geiersthaler Gewerbegebiet Berging war am Samstagabend Schauplatz einer Großübung der umliegenden Feuerwehren im Rahmen der Brandschutzwoche. Angenommen wurde eine schnelle Brand- und Rauchentwicklung, die es zu bekämpfen galt. Pünktlich um 20.30 Uhr heulten am Samstagabend die Sirenen im Teisnachtal. Was war passiert, fragten sich nicht wenige zu dieser späten Stunde. Gott sei Dank nichts Ernstes - es handelte sich nur um den Alarm zu einer Großübung im Rahmen der Brandschutzwoche, die allerdings im Vorfeld streng geheim gehalten worden war.
Zunächst rückte die Feuerwehr Linden an und nach Auslösung der Alarmstufe 3 sausten auch Wehrleute aus Altnussberg, Patersdorf, Teisnach, Kaikenried, Ayrhof, Ruhmannsfelden, Böbrach und das BRK zum Einsatzort. Einsatzleiter Anton Zitzelsberger (Kommandant der Feuerwehr Linden) erkundete die Verhältnisse und stellte fest, dass die Disco "Alibama" von einer starken Brand- und Rauchentwicklung betroffen war.
Zur Bekämpfung des angenommenen Szenarios gingen die Wehren in mehreren Abschnitten vor: Zuerst galt es, mit schwerem Atemschutz die Menschen aus dem Gebäude zu befreien und den Innenbrand zu bekämpfen. Danach stand im Vordergrund die Verletztenübernahme, Erste Hilfe und die Betreuung der geretteten Personen, wozu in der angrenzenden Go-Kart-Halle ein Lazarett eingerichtet wurde. Im Anschluss daran widmeten sich die Wehren der notwenigen Wasserförderung, um den Brandherd von Außen zu bekämpfen und die Verkehrsregelung.
Fazit nach rund eineinhalb Stunden Übungszeit: Die 17 anwesenden Atemschutzträger befreiten 35 Menschen aus der Disco. Außerdem verhinderten die Wehren durch gezielten Wassereinsatz das Übergreifen der Flammen auf benachbarte Räume. Hierzu wurde das Wasser vom Hydranten, der Teisnach und dem Fernsdorfer Bach entnommen. Insgesamt beteiligten sich an der Übung 119 Feuerwehrleute.
Am Einsatzort anzutreffen waren als aufmerksame Beobachter auch Kreisbrandinspektor Peter Altmann (Viechtach) sowie der zuständige Kreisbrandmeister Christian Stiedl (Böbrach). Auch Geiersthals Bürgermeister Alfons Fleischmann machte sich ein Bild vom Verlauf der gelungenen Übung.
Einsatzleiter Anton Zitzelsberger sammelte nach eigenen Worten "wichtige Erkenntnisse für einen hoffentlich nie eintretenden Ernstfall". Schwierig für die Wehren, so der Lindener Kommandant, war vor allem die Menschenrettung in den verwinkelten Räumlichkeiten. "Im Ernstfall würden wir mit den heute im Einsatz befindlichen Kräften wohl nicht auskommen", so sein Fazit.
Ein Dankeschön richteten die verantwortlichen nach geleisteter Arbeit an die Familie Wilder, die spontan ihre Räumlichkeiten und das Umfeld für die Großübung zur Verfügung gestellt hatte.

Fotos: KFV-Regen und FF Ruhmannsfelden --------Bericht: PNP