Bericht 18

LOKALTEIL VIECHTACH

Am Ostermorgen brannte das Vereinsheim
Zimmer der Fußballer restlos ausgebrannt - Brandursache wahrscheinlich ein technischer Defekt

Achslach (hl). Mit Sirenen-geheul und einer bösen Überraschung für den Sportverein begann für die Achslacher der gestrige Ostermorgen: Ein Brand im Vereinsheim des SV 1966 hat einen Schaden von mindestens 50 000 Euro angerichtet. Es war am Ostersonntag kurz vor 4.30 Uhr, als das Feuer im Vereinsheim des Sportvereins, das am Ortsausgang an der Kreisstraße in Richtung Gotteszell liegt, entdeckt wurde. Junge Leute, die von der Disco heimfuhren, hatten Rauchwolken über dem SV-Heim bemerkt.
Keine fünf Minuten nach der Alarmierung war die Achslacher Feuerwehr bereits am Brandort. Der Brandherd war schnell lokalisiert: Der Aufenthaltsraum der Fußballer im Obergeschoss, wo dichter Rauch aus den Fenstern quoll. Mit Schwerem Atemschutz drangen die Feuerwehrleute über die Treppe bis ins Vereinszimmer vor, wo das Feuer an Holzdecke, Theke und Einrichtung reichlich Nahrung fand.
Dennoch gelang es, den Brand innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle zu bringen, so dass außer dem Fußballerzimmer keine weitere Räume - im gleichen Stockwerk befinden sich die Umkleidekabinen, im Erdgeschoss die Toiletten und das Notschlachthaus - in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Der Achslacher Feuerwehrkommandant Hans Helmbrecht, der den Einsatz der Feuerwehren aus Achslach und Ruhmannsfelden leitete (alarmiert wurden außerdem Gotteszell und Allersdorf), führt dies vor allem auf die gute Isolierung zurück: "Die Steinwolle über der Holzdecke hat ein rasches Ausbreiten des Feuers verhindert." Wichtig war auch, dass die Fenster stand hielten und somit das Feuer nicht durch Frischluft, sprich Sauerstoff, zusätzlich angefacht wurde.
Für den betroffenen Sportverein ist der entstandene Schaden aber schlimm genug. Im Vereinszimmer, wo die Fußballer am Karsamstag nach der Rückkehr vom Punktspiel in Brandten noch bis gegen 23 Uhr beisammen gesessen hatten, ist bis auf Stühle und Bänke so ziemlich alles kaputt. Völlig ausgebrannt sind die neue Kühltheke samt Gläsern und Geschirr, sowie Musikanlage und Fernseher, die elektrischen Leitungen sind verschmort und die Holzdecke samt einiger Balken muss vollkommen erneuert werden. Und an den Wänden ein eigenartiges Überbleibsel der Brandnacht: die rußgeschwärzten Pokale.
SV-Vorsitzender Helmut Kilger und seine Vorstandschaftskollegen, die sich am frühen Morgen ein Bild von der Brandstelle machten, waren geschockt: "Eine Katastrophe!" Auch wenn der Verein gegen solche Schäden versichert ist, braucht es wieder viel Eigenleistung, bis das Fußballerzimmer wieder hergestellt ist. Dabei hatte man erst letztes Jahr die Theke eingebaut...
In der Schadensschätzung sind sich die SV-Verantwortlichen mit der Polizei einig: "50 000 Euro sind wohl schnell beisammen".
Brandursache dürfte ein technischer Defekt gewesen sein. Dies ist die erste Erkenntnis der Brandfahnder der Kripo Deggendorf, die noch am frühen Ostermorgen die Brandstelle begutachtet hatten.

starke Rauchentwicklung beim Eintreffen
angebranntes Material wird aus dem Haus entfernt
angebranntes Dämmaterial vom Dachboden
Brandschaden im Aufenthaltsraum
im Aufenthaltsraum