|
Bericht
19
|
LOKALTEIL VIECHTACH
Dachstuhlbrand in Viertlweggrub
Schaden: 150 000 Euro - Feuerwehren verhindern Schlimmeres
Geiersthal (hl). Bei einem Brand von Scheune und Dachstuhl in Viertlweggrub
(Gemeinde Geiersthal) ist in der Nacht zum 1. Mai ein Sachschaden von rund 150
000 Euro entstanden. Es war am Donnerstag kurz vor 2.45 Uhr, als die Bewohner
des Teisnachtales aus der Nachtruhe geschreckt wurden: "Dachstuhlbrand
in Viertlweggrub" hieß die Alarmierung durch die Polizei.
Als Minuten später die ersten Feuerwehrleute im Anwesen Kastl, direkt neben
der Staatsstraße Kammersdorf-Drachselsried gelegen, eintreffen, stehen
ein Schuppen, die Doppelgarage und der Dachstuhl bereits in hellen Flammen.
Unverzüglich, so Kommandant Anton Zitzelsberger von der Stützpunktfeuerwehr
Linden, wurde die Alarmstufe von II auf III erhöht, um weitere Einsatzkräfte
anzufordern.
So wurden neben den beiden Gemeinde-Feuerwehren Linden und Altnußberg
auch noch Teisnach, Kaikenried, Böbrach, Patersdorf, Arnetsried, Sohl und
Ruhmannsfelden sowie die FFW Regen (Wärmebildkamera) alarmiert. Die Einsatzleitung
hatten die örtlichen Kommandanten Anton Zitzelsberger (Linden) und Helmut
Peter (Altnußberg), auch Kreisbrandrat Hermann Keilhofer (Regen) und Kreisbrandmeister
Christian Stiedl (Böbrach) trafen noch während der Löscharbeiten
am Brandort ein.
Da die Bewohner nach Bemerken des Feuers in aller Eile das Haus verlassen hatten,
konnten sich die Feuerwehren darauf konzentrieren, den brennenden Dachstuhl
zu löschen und ein Übergreifen auf die Scheune des Nachbarn zu verhindern.
Dies gelang mit Hilfe der Tanklöschfahrzeuge und einer ausreichenden Wasserförderung
aus einer nahen Zisterne und einem Hydranten. Atemschutztrupps waren über
Treppenhaus und Feuerwehrleitern dem Brandherd nahe gerückt.
Nach knapp eineinhalb Stunden war der Brand restlos unter Kontrolle. Als glücklichen
Umstand wertet Kommandant Anton Zitzelsberger die Tatsache, dass die Türe
vom Obergeschoss zum Dachboden geschlossen war, so dass die darunter liegenden
Wohnräume kaum in Mitleidenschaft gezogen wurden. Neben dem ausgebrannten
Schuppen und dem Dachstuhl ist allerdings auch die Zerstörung der Heizung
und sämtlicher Elektroinstallationen zu beklagen, so dass die erste Schadensschätzung
von 150 000 Euro durchaus realistisch erscheint. Schon in den Morgenstunden
war die Brandstelle so weit abgekühlt, dass das Dach mit einer Plane abgedeckt
werden konnte.
Die Ermittlungen nach der Brandursache führt die Kriminalpolizei Deggendorf.
Erste Erkenntnis der Brandfahnder: Das Feuer dürfte in dem angebauten Schuppen
aus Holz ausgebrochen sein. Da dort auch Maschinen und Geräte untergebracht
waren, scheint ein technischer Defekt naheliegend zu sein.
![]() |
![]() |
![]() |
|
Ablöschen des Dachstuhles
|
Zutritt zum Dachboden über Schiebeleiter
|
![]() |
![]() |
|
Der verrauchte Dachboden
|
Die Treppe zum Dachboden
|
![]() |
![]() |
|
Dachbodenbereich
|
Der stark beschädigte Dachstuhl
|