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Bericht
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Übung zur Feuerwehr-Aktionswoche
12 Verletzte bei Brand in Altersheim - 166 Einsatzkräfte proben den Ernstfall - Großes Lob für das gute Zusammenspiel aller Beteiligten
Viechtach (mai). Ein Brand in einem Gebäude, in dem sich viele
kranke, alte oder pflegebedürftige Personen aufhalten, ist eine der schlimmsten
Vorstellungen der meisten Feuerwehrleute. Um dieser schwierigen Situation im
Ernstfall gerecht zu werden, veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Viechtach
am Freitagabend anlässlich der Brandschutzwochen eine landkreisübergreifende
Übung im Altersheim St. Elisabeth.
Bereits fünf Minuten nach der Alarmierung um 18 Uhr trifft das erste Einsatzfahrzeug
aus Viechtach im Wirtschaftshof ein. Es folgen fünf weitere und die Drehleiter
aus Viechtach, zwei Feuerwehrautos aus Schlatzendorf sowie aus Blossersberg.
Danach treffen in kurzen Abständen die Wehren aus Pirka, Schönau,
Tresdorf, Wiesing und Kollnburg, Kötzting, Rechertsried und Prackenbach
sowie die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, die Kreisbrandinspektion
und das BRK ein. Nach nur 22 Minuten sind 166 Einsatzkräfte vor Ort, um
verletzte und vermisste Personen zu bergen und den Brand in Griff zu bekommen.
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Rauch auf dem Gang
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Auslöser für den fingierten Brand ist ein implodiertes
Fernsehgerät in einem Zimmer im zweiten Stock. Schnell entwickelt sich
dichter, beißender Rauch auf dem Gang. Als erstes eilt das Personal des
Altenheimes zu Hilfe und versucht, möglichst viele Bewohner in Sicherheit
zu bringen. Keine leichte Aufgabe, da manche Personen stark verwirrt sind und
sich nicht einfach aus den Zimmern führen lassen. Mit zwei Drehleitern
aus Viechtach und Kötzting beginnt kurze Zeit später die Bergung von
zwölf verletzten Personen aus dem zweiten Stock über die Fenster.
Atemschutzträger kämpfen sich auf allen Vieren durch die stark verrauchten
Gänge und Zimmer, können dank des Einsatzes einer Rauchmaschine wirklich
kaum die Hand vor den Augen sehen. Die Kötztinger Wehrleute sind mit einer
Wärmebildkamera unterwegs, um Vermisste zu suchen, leuchten akribisch genau
Zimmer und Aufenthaltsräume aus. In der Zwischenzeit werden die Verletzten
von den Helfern des Roten Kreuzes fachmännisch versorgt, Brandwunden und
Knochenbrüche behandelt oder einfach nur beruhigt.
Nach einer Stunde ist alles vorbei. Die Übung ist gut verlaufen. Bernhard
Hacker von der Feuerwehr Viechtach bedankte sich anschließend bei einer
vom Seniorenheim gestifteten Brotzeit bei allen Beteiligten. Die Übung
hat gut geklappt, alle haben sorgfältig und ruhig gearbeitet. Auch
KBR Hermann Keilhofer lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, BRK
und dem Personal: Der Schwerpunkt solcher Großübungen ist die
Harmonie der Einsatzkräfte und da gibt es heute im Großen und Ganzen
keine Kritik. Alles ist reibungslos abgelaufen. Die Einsatzkräfte sind
untereinander gut eingespielt. Die Drehleiter aus Kötzting ist gerade bei
solchen Fällen äußerst wichtig, wie man heute wieder gesehen
hat. Einziger Kritikpunkt Keilhofers waren die zu hohen Bäume vor
dem Eingang, die die Drehleitern doch etwas behinderten.
Rudi Klingl vom BRK betonte, dass das Rote Kreuz im Ernstfall mit etwa 30 bis
40 Leuten anrücken würde und nicht, wie bei der Übung, nur mit
14. Damit wäre eine erstklassige Versorgung der Verletzten garantiert.
Er bemängelte allerdings, dass es kleine Probleme bei der Verständigung
mit den Feuerwehrleuten gegeben habe. Die Zusammenarbeit beim Tragen von
Verletzten müsste noch verbessert werden, meinte er.
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Bei 90 Prozent
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Heimleiter Edwin Schedlbauer bedankte sich bei allen Einsatzkräften und
dem Personal für die Übung. Wir haben schon vorher geübt,
was die Schwestern im Ernstfall zu tun hätten und haben heute etwa 90 Prozent
unseres Übungsziels erreicht, am Rest arbeiten wir noch, erklärte
er. Überzeugt zeigte er sich auch vom Sachverstand und Können der
Helfer. Bei so vielen Feuerwehrleuten ist mir nicht bange. Jetzt fühlen
wir uns sicherer. Trotzdem hoffen wir, dass nie ein Ernstfall eintritt.
Auch Caritas-Vorsitzender Josef Niedermayer war äußerst zufrieden
mit dem Verlauf der Übung. Ich bin beeindruckt von eurer Ausrüstung
und dem guten Zusammenspiel. Unser Personal hat heute die Gewissheit bekommen,
dass alle optimal ausgestattet sind, lobte er.
Karl Breu, Sicherheitskraft für Arbeitssicherheit aus Mitterfels, der die
Übung mit vorbereitet hat, freute sich, dass alle Beteiligten etwas dazugelernt
haben, wie sie bei diesem Objekt im Ernstfall vorgehen müssten. Besonders
betonte er den hervorragenden Übergang vom Personal zur Feuerwehr.
Zweiter Bürgermeister Erich Muhr dankte den Beteiligten für die Opferung
ihrer Freizeit und lobte den guten Verlauf. Ein großes Lob gilt auch den
Mitgliedern der Theatergruppe der Realschule um Franzi Klinglhöfer, die
die Verletzten und Verwirrten hervorragend und wahrheitsgetreu nachspielten
und so manchen Rettern viel Geduld und Einfühlvermögen abverlangten.
Neben den zwölf Schauspielern mussten die Helfer aber auch noch eine nicht
geplante Verletzte retten. Eine Heimbewohnerin hatte spontan den
Wunsch, einmal mit der Drehleiter fahren zu dürfen - und der wurde ihr
gerne von den Feuerwehrmännern erfüllt.
Quellen: Text und Fotos: PNP, KFV Regen
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