Bericht 27

 

PNP vom 12.05.2005:

Gotteszell (hl). Bei einem Wohnhausbrand am gestrigen Nachmittag in Weihmannsried (Gemeinde Gotteszell) hat ein 84-jähriger Rentner den Tod gefunden.

Der alte Mann lebte allein im Haus, wurde aber regelmäßig von den in der Nachbarschaft wohnenden Angehörigen besucht.
Es war gestern Nachmittag kurz vor 16.30 Uhr, als in Gotteszell und Umgebung die Sirenen heulten: „Wohnhausbrand in Weihmannsried“ hieß die Meldung für die Feuerwehrleute, die zu ihren Fahrzeugen eilten. Brandort war ein ganz am Ende des steil aufsteigenden Ortes liegendes Anwesen, aus dessen verschlossenen Fenstern dichter Rauch drang.
Obwohl die Atemschutzträger binnen weniger Minuten sich zum Brandherd vorgekämpft hatten, kam für den knapp 84-jährigen Hausbesitzer jede Hilfe zu spät. Der alte Mann war in seinem Zimmer bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.
Die alarmierten Feuerwehren hatten das Feuer, das sich mangels Sauerstoffzufuhr nur im Inneren des Hauses ausbreiten konnte, rasch unter Kontrolle; die Einsatzleitung hatte der 2. Kommandant von Gotteszell, Andreas Bauer. Bereits kurz nach 17 Uhr trafen Kripobeamte aus Deggendorf ein und nahmen die Ermittlungen auf. Nach den ersten Erkenntnissen, die bis Redaktionsschluss vorlagen, war der Brand durch einen Holzofen ausgelöst worden, den der alte Mann angeschürt hatte.

PNP vom 13.05.2005:

Tödliches Brandunglück: Holzofen war wahrscheinlich der Auslöser

Der 82-Jährige hatte möglicherweise die Gefahr gar nicht bemerkt

Gotteszell (hl). Ein Holzofen dürfte die Ursache für das tragische Brandunglück gewesen sein, bei dem am Mittwochnachmittag ein 82-jähriger Rentner in Weihmannsried (Gemeinde Gotteszell) ums Leben gekommen ist.
Zur exakten Ermittlung der Brandursache hat die Kriminalpolizei allerdings noch einen Gutachter eingeschaltet, der am gestrigen Donnerstag den Brandort unter die Lupe nahm.
Wie ein Sprecher der Kripo Deggendorf gestern auf Anfrage bestätigte, spricht vieles dafür, dass der verhängnisvolle Brand durch einen Holzofen entstanden ist. Zu klären ist jetzt, ob der Ofen möglicherweise unsachgemäß bedient worden ist und defekt war.
Der Ofen stand in der Wohnküche, in der sich auch der 82-jährige Hausbesitzer (in unserem gestrigen Bericht hatte es irrtümlich 84 Jahre geheißen) aufhielt. Die stark verkohlte Leiche wurde auf einem Stuhl in der Nähe des Ofens entdeckt. Es könnte durchaus sein, dass der alte Mann eingeschlafen war und von der drohenden Gefahr überhaupt nichts gemerkt hat.
Wie berichtet, hatten Nachbarn am Mittwochnachmittag gegen 16.15 Uhr entdeckt, dass aus den geschlossenen Fenstern und Türen des Anwesens am oberen Ortsausgang von Weihmannsried dichter Rauch drang. Das Feuer im Innern das Hauses entwickelte sich dann so rasch, dass über der Eingangstür und den Fenstern dicke Rußspuren entstanden. Bis die Feuerwehren eintrafen und sich die Atemschutzträger durch den Qualm kämpfen konnten, kam für den allein lebenden Rentner jede Hilfe zu spät.
Das Feuer selbst, das wegen fehlender Sauerstoffzufuhr noch auf das Erdgeschoss beschränkt blieb, war von den Feuerwehren schnell unter Kontrolle gebracht. Alarmiert wurden die Wehren aus Gotteszell, Achslach, Ruh-mannsfelden, Patersdorf, Zachenberg, Lämmersdorf und Linden. Die Einsatzleitung lag in den Händen des zweiten Kommandanten der Ortsfeuerwehr Gotteszell, Andreas Bauer, auch Kreisbrandmeister Thomas Märcz (Ruhmannsfelden) war vor Ort. Zum Einsatz kam auch die FFW Viechtach mit ihrer Wärmebildkamera. Auch Bürgermeister Max Meindl und Pfarrer Josef Ederer waren nach Weihmannsried geeilt und zeigten sich bestürzt über das Unglück.
Der am Wohnhaus entstandene Sachschaden wird auf 50 000 Euro geschätzt.