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"Kutscherhof": Brand zerstört Stall und Stadel
50 Rinder und Pferde gerettet - 300 000 Euro Schaden - 150 Feuerwehrleute und 26 THW'ler waren im Einsatz
von Katharina Hartl
Bodenmais. Um 23. 46 Uhr rissen die heulenden Sirenen die Einwohner von Bodenmais
am Samstagabend aus ihrem Schlaf. Der Grund für den Alarm war von überall
her zu sehen: Der große Stall mit Scheune von Bauers Kutscherhof
in der Jahnstraße stand in Flammen. Die Feuerwehren aus Bodenmais, Regen,
Arnbruck, Langdorf, Oberried, Drachselsried, Böbrach Teisnach und Ruh-mannsfelden
trafen nacheinander am Ort des Geschehens ein, Alarmstufe drei war angesagt.
Die Wehren bekämpften das Feuer nicht nur von der Jahnstraße aus,
sondern auch von verschiedenen Standorten in der Regener Straße aus. Besonders
die direkt angrenzende Tankstelle in der Regener Straße war sehr gefährdet,
weil die Hitzeentwicklung enorm und der Funkenflug immens waren. Eine riesige
Feuersäule stand über dem rund 20 mal 30 Meter großen Gebäude.
Die Bodenmaiser Feuerwehrleute, mit ihrem Kommandanten Alfred Weikl ein eingespieltes
Team, gingen den Brandherd aus mehreren Richtungen an. Mit mehreren Drehleitern
wurde dem Feuer zu Leibe gerückt. Alle Hydranten in der näheren Umgebung
des Brandherdes und das Wasser aus dem nahen Rothbach wurden für die Löscharbeiten
genutzt. Kreisbrandrat Hermann Keilhofer und die Kreisbrandmeister Josef Bauer,
Christian Stiedl und Michael Maimer waren vor Ort. Die Polizei Regen koordinierte
den Verkehrsfluss und leitete um. Dem Einsatz der FFW Bodenmais und der Wehren
aus den anderen Orten war es zu verdanken, dass die umliegenden Gebäude,
das Wohnhaus der Familie Bauer mit angeschlossener Gastwirtschaft, weitere Stallungen
und die angrenzende Tankstelle verschont blieben. 40 Rinder und zehn Pferde
konnten unversehrt aus dem Stall getrieben werden. Einige Feuerwehrleute trieben
die Tiere auf eine benachbarte Weide. Die Scheune, in der rund 700 Heuballen
lagerten, brannte nieder. Die ganze Nacht über blieben einige Feuerwehrfahrzeuge
und -Mannschaften vor Ort, da der Brand immer wieder aufloderte und unter Kontrolle
gehalten werden musste. Es bestand immer auch die Gefahr, dass Gebäudeteile
einstürzten und das Feuer doch noch auf Häuser in unmittelbarer Nähe
übergriff. Beim Augenschein des Gebäudes in den ganz frühen Morgenstunden
den Sonntag war ersichtlich, dass das Feuer immer wieder aufloderte und die
Hitzeentwicklung immer noch enorm war. Um die eingelagerten Heuballen in der
einsturzgefährdeten Stahlkonstruktion der Scheune ablöschen zu können,
wurde am frühen Morgen mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks
(THW) und einer Baufirma begonnen, die Stahlträger abzutragen. Die Heuballen
wurden zur Zwischenlagerung auf die Deponie Lichtenthal verbracht, wo die Feuerwehr
Zwiesel die verbliebenene Brandnester ablöschte. Im Einsatz waren rund
150 Feuerwehrleute mit 26 Einsatzfahrzeugen und 28 THW-Angehörge der THW-Ortsverbände
Regen, Straubing und Deggendorf mit neun Fahrzeugen. Die Brandursache ist bislang
unklar, Die Kriminalpolizei Deggendorf hat die Ermittlungen übernommen.
Der Sachschaden wird auf rund 300 000 Euro geschätzt.
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