Einsatz 56

 

Nach Schleuderfahrt in Kuhstall gekracht

Hubschrauber fliegt Achslacherin (22) in Klinik

Achslach (sh). Ein Unfall mit ungewöhnlichen Folgen hat sich in Weghof ereignet: Eine Achslacherin war mit ihrem Auto von der Straße abgekommen und krachte in den Stall eines Bauernhofes. Dabei rammte das Auto eine Kuh, die in den Güllegraben fiel. Die Fahrerin verletzte sich schwer und wurde ins Krankenhaus geflogen, die Kuh konnte unbeschadet aus der Gülle geborgen werden.
Die 22-Jährige war gestern gegen 14.15 Uhr auf der Kreisstraße REG 14 von Achslach in ihren Arbeitsort Viechtach unterwegs. In einer leichten Linkskurve verlor sie wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über ihren VW Polo, so die Polizei weiter. Zuerst kam sie nach rechts von der Fahrbahn ab. Nach rund 60 Metern Schleuderfahrt befand sie sich am linken Straßenrand und riss nach weiteren 50 Metern ihren Wagen nach rechts. So fuhr sie in die Einfahrt des Grundstückes eines 59-jährigen Landwirts in Weghof. Dort schrammte ihr Auto die Garage und kam erst zum Stehen, nachdem es in den Stall gedonnert war.
Die Achslacherin wurde mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus geflogen. Sie hatte Glück im Unglück: Auf der Straße kam ihr kein Fahrzeug entgegen, ihr VW Polo krachte in die Holztür des Stalles und nicht an dessen Steinwand. Das Auto ist demoliert, der gesamte Schaden beläuft sich auf über 8000 Euro.
Die Feuerwehren aus Ruhmannsfelden und Achslach waren mit knapp zwanzig Mann am Unfallort. Sie leisteten unter Anleitung von Einsatzleiter Johann Helmbrecht schnelle und vorbildliche Hilfe: Zuerst wurde die Unfallfahrerin versorgt. Dann barg man mit den vereinten Kräften von zehn Mann und der Hinzunahme von Wasserschläuchen die Kuh aus der Jauchegrube. Das Tier hatte einen Schock erlitten, erhielt vom Tierarzt eine Infusion und stand nach einer halben Stunde wieder - wenn auch noch auf wackligen Beinen.

Quellen: Text: PNP