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Einsatz
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Schneestürme und Verkehrschaos im Bayerwald
Laster verursachen Staus, gesperrte Straßen - aber nur
wenige Unfälle - Winterdienst im Dauereinsatz
von Dirk Eikhorst
Viechtach. Der Winter ist nach Deutschland zurückgekehrt. Im Schlepptau
des Tiefs Dorian zog gestern eine massive Kaltfront auch über
den Bayerischen Wald hinweg. Heftige Schneefälle und Sturm mit zum Teil
orkanartigen Böen verursachten im Altlandkreis streckenweise Verkehrschaos.
Wegen umgekippten Bäumen und abgerissenen Ästen mussten Strecken gesperrt
werden, durch zahlreiche auf Grund von Schnee- und Eisglätte liegen gebliebene
Laster staute sich der Verkehr vor allem auf der B 11 und der B 85.
Der Deutsche Wetterdienst hatte für den gesamten Landkreis Regen zahlreiche
Unwetterwarnungen ausgegeben, die sich zwar meist auf Höhenlagen über
800 Meter bezogen, deren Auswirkungen aber auch in flacheren Gebieten deutlich
zu spüren waren. Starken Schneefall, starke Schneeverwehungen, Orkanböen
und nach Süden ziehende Gewitter mit örtlichen Blitzschäden sagte
der Wetterdienst voraus.
Wir sind seit 3 Uhr in der Früh pausenlos im Einsatz berichtet
Franz Stern, der Leiter der Straßenmeisterei Viechtach. Mit zehn Schneepflügen
nahmen sie den Kampf gegen die Schneemassen auf, besonders in den höheren
Lagen war der Einsatz besonders schwer, erklärt Stern. Auf einigen
Strecken reichten die Schneepflüge nicht mehr aus, weil sich der an den
Fahrbahnrand geschobene Schnee zu hoch auftürmte. Wir mussten Schneeschleudern
einsetzen, um die Straßen wieder breit genug für den Verkehr zu machen,
sagt der Leiter des Winterdienstes.
Zu erheblichen Behinderungen kam es auf der B 11 im Bereich zwischen Gotteszell
und Graflinger Tal, weil etliche Laster den widrigen Wetterbedingungen nicht
gewachsen waren. Besonders stauträchtig war auch die B 85 im Bereich der
Marcher Höhe, hier blieben gleich mehrere Lkw stehen. Die kamen mit
ihren Sommerreifen nicht mehr vor- und nicht mehr rückwärts,
berichtet Stern, und haben damit natürlich auch unsere Räumfahrzeuge
behindert.
Zu Unfällen kam es trotz der stellenweise sehr glatten Fahrbahnen nur vereinzelt.
Am frühen Morgen kam eine 35-jährige Frau mit ihrem Fahrzeug zwischen
Wiesing und Viechtach auf der matschigen Straße ins Schleudern und prallte
gegen eine Leitplanke. Die junge Frau blieb unverletzt.
Bereits am Donnerstagabend rutschte ein Lkw auf der B 11 in eine Leitplanke
und blieb quer zur Fahrbahn liegen. Auch der Lkw-Fahrer blieb unverletzt, es
bildeten sich aber kilometerlange Staus in beide Richtungen bis der Laster schließlich
geborgen werden konnte. Auch auf der Staatsstraße 2139 Richtung St. Englmar
spielten sich ähnliche Szenen ab, als ein weiterer 40-Tonner liegenblieb.
Die Kreiststraße REG 16 zwischen Ruhmannsfelden und Hampermühle
musste vorläufig für den Verkehr gesperrt werden, weil zahlreiche
Tannenwipfel dem Gewicht des nassen Schnees und den starken Sturmböen nicht
mehr standhielten. Sie stürzten krachend auf die Straße.
Auch die Vorhersagen für den heutigen Samstag versprechen wieder einige
Wetterkapriolen: Schauerartige Schneefälle, Dauerfrost und Sturmböen.
Quellen: Text und Foto: PNP
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