Einsatz 175

24-Stunden-Einsatz bei Brand auf Bauernhof


Stadel und Stall eines Vierseithofes in Brandten wurden Opfer des Feuers -Polizei schätzt Schaden auf 300 000 Euro

von Johannes Fuchs
Langdorf. Der Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Brandten hat die Feuerwehren der Region für beinahe 24 Stunden in Atem gehalten. Menschen kamen bei dem Unglück nicht zu Schaden. Die Polizei wurde am Montag um 20.16 Uhr alarmiert. Als die ersten Feuerwehren in Brandten eintrafen, schlugen aus dem riesigen Stadel des Vierseithofes bereits hohe Flammen. Aus dem Stall des Hofes konnten die Hofbesitzer und mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Feuerwehrleute die rund 30 Kühe in Sicherheit bringen. Das Stallgebäude selbst wurde durch den Brand so stark beschädigt, dass es abgebrochen werden muss. Im Stadel waren unter anderem landwirtschaftliche Maschinen und Heu untergebracht. Am Brandort waren schließlich die Feuerwehren aus Brandten, Langdorf, Zwiesel, Regen, Innenried, Bodenmais, Rabenstein, Ruhmannsfelden und Weißenstein mit nahezu 100 Mann unter der Leitung von Kreisbrandrat Herrmann Keilhofer im Einsatz. Der Stadel war nicht mehr zu retten, deshalb konzentrierten sich die Löschmannschaften darauf, die Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Die umstehenden Gebäude wurden mit Wasser oder Schaum gekühlt. Trotzdem gingen durch die Hitzestrahlung noch Scheiben zu Bruch. Die Löschwasserversorgung war gut, wie der Langdorfer Kommandant Matthias Bernauer gestern berichtete. Schlauchleitungen wurden zum Brandtener Eisweiher und zu einem nahe gelegenen Bach gelegt.
Zu einem Menschenauflauf führte der Brand in Langdorf, von wo aus das Flammeninferno gut zu sehen war. Und auch nach Brandten selbst fuhren zahlreiche Schaulustige, um sich das Schauspiel anzusehen.
Gegen 22 Uhr hatten die Feuerwehrler die Gefahr dann weitgehend gebannt.Der Brand im Stadel aber war hartnäckig. Die Feuerwehren wechselten sich die ganze Nacht durch ab, um die Glut unter Kontrolle zu behalten. Gestern versuchte man dann mit Hilfe eines Baggers, die glimmende Mischung aus Heu und Balken auseinander zu ziehen. Der Erfolg kam aber erst, nachdem ein Trupp der Baufirma Karl, derzeit an der Langdorfer Umgehungsbaustelle in Aktion, einen großen Bagger per Tieflader nach Brandten transportiert hatte.
Zur Klärung der Brandursache rückten gestern Beamte der Kriminalpolizeistation Deggendorf und Brandfahnder aus München an. Wie der Brand ausbrach, ist aber noch völlig ungeklärt. Den entstandene Sachschaden schätzt die Polizei auf über 300 000 Euro.