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Bericht 70 |
Wiederholter Großbrand im Sägewerk Schiller
Hoher Sachschaden beim Brand einer Lagerhalle
Regen. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr kam es in der
vergangenen Nacht, gegen 01.30 Uhr, zu einem Großbrand in einem holzverarbeitenden
Betrieb in der Pointenstr. in Regen. Nachdem ein verheerendes Feuer im April
diesen Jahres Sachschaden in Höhe von über 20 Millionen Euro angerichtet
hatte, brannte in der vergangenen Nacht eine ca. 80x 30 Meter große Lagerhalle
für Fensterprofilholz nieder.
Mit einem massiven Löscheinsatz der alarmierten Feuerwehren aus dem gesamten
Umland konnte ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Betriebsgebäude
verhindert werden. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der entstandene
Sachschaden auf ca. 700.000 EUR.
Zu einer Gefährdung von Anwohnern infolge Rauchentwicklung kam es nicht,
auch das Verkehrsgeschehen auf der unmittelbar benachbarten Bundesstr. 85 blieb
störungsfrei.
Zur Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor, die Kriminalpolizei hat
die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.
Quellen: Text: Pressestelle Polizei
Fotos: KFV Regen
Pressebericht Feuerwehr
Gegen 01:40 wurden die Feuerwehren im Landkreis
Regen zu einem Großbrand in einem holzverarbeitenden Betrieb in Regen,
Ortsteil Metten alarmiert. Dort stand bei Eintreffen der ersten Feuerwehreinheiten
eine Lagerhalle in Vollbrand. Durch gezielten und massiven Löscheinsatz
konnte ein Übergreifen des Feuers auf angrenzenden Betriebsteile und Gebäude
verhindert werden. Zur Sicherstellung der notwendige Löschwasserversorgung
wurden von den Feuerwehren insgesamt sechs Förderleitungen aufgebaut, davon
fünf zum Schwarzen Regen. Dabei wurden ca. 5000 Liter Löschwasser
in der Minute an die Einsatzstelle gefördert.
Die Einsatzleitung der eingesetzen 31 Feuerwehren hatte der Kommandant der Feuerwehr Regen, Roland König. Er wurde bei seiner Arbeit unterstützt von Kreisbrandrat Hermann Keilhofer und mehreren Mitgliedern der Kreisbrandinspektion.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Regen, Oberneumais, March, Bärndorf, Weißenstein, Schweinhütt, Triefenried, Sohl, Arnetsried, Ruhmannsfelden, Teisnach, Drachselsried, Bodenmais, Zwiesel, Rinchnach, Bischofsmais, Hochdorf, Kirchdorf, Kirchberg, Langdorf, Brandten, Habischried, Linden, Böbrach, Viechtach, Zell, Patersdorf, Kirchaitnach, Schlag, Mitterbichl, Untermitterdorf und Ellerbach.
Ebenfalls vor Ort war der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes.
Über Brandursache und Schadenshöhe liegen der Feuerwehr keine Informationen vor, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Innerhalb eines halben Jahres:
Der zweite Großbrand bei Holz Schiller
von Michael Lukaschik
Regen. Als in der Nacht auf Donnerstag um 1.38 Uhr der Alarm
einging, konnten einige Feuerwehrler nicht glauben, was sie da hörten,
dachten an eine Alarmübung. Aber Kreisbrandmeister Robert König sprach
es deutlich ins Funkgerät: Keine Übung, keine Übung!
Gemeldet war ein Großbrand bei Holz Schiller im Regener Gewerbegebiet
Metten. Sechs Monate nach dem verheerenden Feuer in der Leimholzproduktion (rund
20 Millionen Euro Sachschaden) brannte es schon wieder. Eine Halle, in der Fensterkantel
und Elemente für Türen gelagert wurden, ist ein Raub der Flammen geworden.
Und gestern Nachmittag der nächste Alarm: Aus dem Spänebunker und
aus der Späneabsauganlage quoll dichter Rauch. Vermutlich hatten sich Glutpartikel
vom nächtlichen Brand in der Anlage gehalten, waren nach mehreren Stunden
in Flammen aufgegangen. Innerhalb kürzester Zeit konnte dieser Brand wieder
gelöscht werden, der Bunker wurde vollständig ausgeräumt.
14 Stunden vorher: Glutrot leuchtet der Himmel über dem Gewerbegebiet,
als die Feuerwehren nachts aus allen Richtungen zum Brandort rasen. 31 Wehren
sind alarmiert worden, an die 350 Feuerwehrleute im Einsatz. Blitzschnell werden
fünf Schlauchleitungen zum Regen aufgebaut, währenddessen mit Hilfe
der Tanklöschfahrzeuge schon das Feuer bekämpft wird. Zum zweiten
Mal hat der Regener Feuerwehrkommandant Roland König einen Einsatz bei
Holz Schiller zu leiten. Nach knapp einer Stunde Löscharbeiten können
er und seine Mitstreiter aufatmen. Das Übergreifen des Feuers auf andere
Hallen und Gebäude konnte verhindert werden. Mit der ihm eigenen Umsicht
koordinierte Kreisbrandrat Hermann Keilhofer die Löscharbeiten, unterstützt
von mehreren Mitgliedern der Kreisbrandinspektion, an der Spitze Kreisbrandinspektor
Hermann Pledl.
Gott sei Dank ist im Werk gearbeitet worden und es waren Leute da, die
sofort helfen konnten, sagt Geschäftsführer Heinrich Schiller.
Ein Arbeiter hatte den Schein des Feuers entdeckt, als er mit dem Gabelstapler
in Richtung der brennenden Halle gefahren ist. Er alarmierte sofort die Feuerwehr,
war aber nicht der erste Anrufer. Ein Anlieger hatte den Brand schon gemeldet.
Bis die ersten Wehren vor Ort waren, räumten die Schiller-Mitarbeiter die
Bretterstapel von der Halle weg, kühlten von innen und außen die
Produktionshalle, die nur wenige Meter von der Lagerhalle entfernt liegt. Das
Feuer drohte überzuspringen und den Spänebunker auf dem Dach der Produktionshalle
zu erfassen. Die Zwieseler Feuerwehr legte einen Schaumteppich auf das gefährdete
Gebäude und konnte es so retten.
Ein zweiter kritischer Punkt war die angrenzende Halle. Sie ist zwar durch eine
Brandmauer geschützt, aber das Feuer entwickelte eine so große Hitze,
dass es das Dach der Halle und Teile des Dachstuhls trotz der Brandmauer schon
versengt hatte. Auch diese Halle konnte gehalten werden, aber es war knapp,
sagt Kreisbrandmeister Robert König.
Rund 5000 Liter Wasser pro Minute wurde von den Wehrmännern in die Flammen
gespritzt. Aber auch gestern Vormittag loderten immer wieder Glutnester auf,
die Feuerwehren aus dem Stadtbereich waren bis in den Nachmittag mit Nachlöscharbeiten
beschäftigt. Und wie brandgefährlich ein Sägewerksbetrieb ist,
zeigte sich wenige Minuten, nachdem die Feuerwehr gestern Nachmittag abgerückt
war. Kurz darauf flammte das Feuer in der Absauganlage wieder auf.
Zur Brandursache konnte die Polizei gestern noch keine Angaben machen, ermittelt
wird in alle Richtungen. Das heißt, dass auch Brandstiftung nicht ausgeschlossen
wird. Heute kommt ein Sachverständiger des Landeskriminalamts.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Regen, Oberneumais, March, Bärndorf, Weißenstein,
Schweinhütt, Triefenried, Sohl, Arnetsried, Ruhmannsfelden, Teisnach, Drachselsried,
Bodenmais, Zwiesel, Rinchnach, Bischofsmais, Hochdorf, Kirchdorf, Kirchberg,
Langdorf, Brandten, Habischried, Linden, Böbrach, Viechtach, Zell, Patersdorf,
Kirchaitnach, Schlag, Mitterbichl, Untermitterdorf und Ellerbach. Ebenfalls
vor Ort war der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes.
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