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Bericht 35 |
Großbrand: Hofbesitzer im Krankenhaus
Stall und Scheune des Anwesens Kraus in Bärmannsried
vernichtet - Sieben Rinder sterben in den Flammen
Bärmannsried. Bei einem Großbrand in Bärmannsried (Marktgemeinde
Teisnach) ist gestern Nachmittag ein Stadel mit darunter liegendem Kuhstall
und angebautem Geräteschuppen vollständig zerstört worden. Ein
Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus der Familie Kraus konnten die
über 100 Männer und Frauen der neun umliegenden Feuerwehren verhindern.
Der Besitzer des Hofes, Josef Kraus, erlitt Verbrennungen und wurde mit dem
Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Mehrere Helfer mussten wegen Rauchvergiftung
behandelt werden. Die meisten der 60 Kühe aus dem Stall konnten rechtzeitig
in Sicherheit gebracht und auf eine Wiese getrieben werden, drei Kühe und
vier Kälber sind verendet.
Um 15.40 Uhr hatte die Polizeiinspektion Viechtach den Alarm ausgelöst,
etwa vier Minuten später waren die ersten Feuerwehren am Brandort am Ortseingang
von Bärmannsried. Neben Stadel, Geräte- und Lagerschuppen standen
auch ein Futtermitteltank und kleinere Grasflächen in Flammen.
Schon von Viechtach war der aufsteigende Rauch zu sehen.
"Der ganze Trakt war in Vollbrand", schildert Kreisbrandinspektor
Christian Stiedl. Zuerst habe man den Brand mit Wasser vom nebenstehenden Wohnhaus
isoliert, dann den Stadel gelöscht und die Tiere in Sicherheit gebracht,
berichtet Kreisbrandmeister Johann Achatz, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion.
Die Feuerwehrleute aus Arnetsried, Altnußberg, Sohl, Kaikenried, Teisnach,
Patersdorf, Linden, Ruhmannsfelden und Regen waren mit insgesamt 17 Löschfahrzeugen
im Einsatz und trugen wegen der starken Rauchentwicklung zum Teil Atemschutzgeräte.
Die Brandursache konnte bis Redaktionsschluss noch nicht geklärt werden,
die Kripo ermittelt, der Sachschaden geht in die Hunderttausende.
/kus/
Nachbericht:
Bärmannsried. Ein Schwerverletzter und vier Leichtverletzte, eine völlig zerstörte Scheune, ein verbrannter Geräteschuppen und sieben verendete Rinder - das ist die Bilanz des Großbrandes auf dem Kraus-Hof in der Dorfstraße 3 am Mittwochnachmittag. Die Polizeidirektion Straubing schätzt den Schaden am Gebäude vorläufig auf 500 000 Euro. Die Brandursache ist bislang nicht geklärt. Fest steht nur, dass kurz vor dem Feuer Heuvorräte mit einem Gebläse in die Scheune befördert und dort eingelagert wurden. Es wird vermutet, dass das Feuer im hinteren Teil des Gebäudes ausbrach.
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Hofbesitzer versuchte, zu löschen
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Noch am Nachmittag nahm der Kriminaldauerdienst die Ermittlungen auf, wegen
Einsturzgefahr konnten die Beamten den abgebrannten Stadel aber zunächst
nicht betreten. Gestern machte sich ein Sachbearbeiter der Kripo Straubing an
die Spurensicherung.
Helmut Kilger, 1. Kommandant der FFW Kaikenried gab an, Nachbarn hatten um 15.40
Uhr den Notruf alarmiert. Wenige Minuten später waren die ersten Feuerwehren
am Brandort.
Als das Feuer gegen 15.35 Uhr ausbrach, war der 51-Jährige Besitzer des
Hofes, Josef Kraus, bei der Heuernte. Als er zu seiner Scheune zurückkam,
stand diese bereits in Flammen. Der Polizeidirektion Straubing zufolge versuchte
Kraus zunächst, das Feuer im Stadel selbst zu löschen und die 70 Milchkühe,
Kälber und Jungtiere aus dem darunter liegenden Stall zu befreien. Dabei
zog er sich schwere Brandverletzungen zu; mit dem Rettungshubschrauber Christoph
15 wurde er ins Klinikum Deggendorf gebracht. Er liegt dort auf der Intensivstation.
Seine 50-jährige Ehefrau Katharina litt unter Kreislaufproblemen und wurde
ebenfalls ärztlich behandelt. Sohn Florian (20) wurde mit einer leichten
Rauchvergiftung zur Beobachtung ins Krankenhaus Viechtach gebracht. Mittlerweile
ist er wieder zu Hause. Leichte Rauchgasvergiftungen haben sich auch eine 46-jährige
Feuerwehrfrau aus Teisnach und ein 20 Jahre alter Feuerwehrler aus Arnetsried
zugezogen.
Drei Kühe und vier Kälber, die in zwei separaten Boxen im hinteren
Teil des Stalles untergebracht waren und nicht - wie die anderen - durch eine
Betondecke vom brennenden Stadel abgeschirmt waren, starben in den Flammen.
Sie wurden über die Tierkörperverwertung Plattling entsorgt. Die meisten
Rinder konnten aber gerettet werden, allerdings unter erschwerten Umständen:
Kreisbrandmeister Johann Achatz , Pressesprecher der Kreisbrandinspektion, zufolge
war es nicht einfach, die an den Stall gewöhnten Tiere ins Freie zu treiben.
Benachbarte Landwirte und Metzger, die geübt im Umgang mit ihnen sind,
leisteten Hilfe. Die Rinder wurden in umliegenden Bauernhöfen untergebracht.
Die in Holzbauweise errichtete Scheune mit Stall brannte völlig aus. Zerstört
wurde auch ein angebauter Geräteschuppen mit einem Ladewagen und einem
Traktor. So ein Stadel brennt wie ein großer Ofen, schilderte
Pressesprecher Johann Achatz. Ein Übergreifen der Flammen auf das nebenstehende
Wohnhaus konnten die Feuerwehren Kaikenried, Sohl, Teisnach, Patersdorf, Linden,
Ruhmannsfelden, Regen und Altnußberg verhindern. Rund 120 Feuerwehrleute
waren im Einsatz. Kräfte des BRK waren auch an der Brandstelle. Kreisbrandinspektor
Christian Stiedl lobte den guten Einsatz der Wehren.
kus
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