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Einsatztag 2009 |
Der zweite Übungstag der FF Ruhmannsfelden fand am Samstag den 20.06.2009 statt.
Pressebericht FF Ruhmannsfelden von KBM Märcz
Am vergangenen Samstag führte die Feuerwehr Ruhmannsfelden
wieder ihren Übungstag durch.
Schnell muss es gehen und Hand in Hand muss gearbeitet werden, denn manchmal
geht es um Sekunden. Wenn die Feuerwehr gerufen wird, um Menschen zu retten
oder Hab und Gut der Mitbürger zu schützen, sind Routine, Disziplin
und Teamgeist wichtige Voraussetzungen um erfolgreich und effektiv Hilfe leisten
zu können.
Um dies zu erreichen führt die Feuerwehr Ruhmannsfelden wieder einen Übungstag
durch; in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal. Dabei geht es nicht nur um eine
einzige Übung, die in einer Stunde vorbei ist, sondern um verschiedene
Übungen, einen ganzen Tag über, von morgens um 9 Uhr bis zum späten
Nachmittag. Im Marktgebiet wurden dazu an verschiedenen Stellen Notfallszenarien
realistisch nachgestellt, die von den Feuerwehrkameraden "abgearbeitet"
werden mussten. "Ziel des Übungstages ist es, die Zusammenarbeit zu
trainieren und dadurch die Kameradschaften zu vertiefen", erklärte
Rudi Edenhofer, der 1. Kommandant der Feuerwehr Ruhmannsfelden, der den Übungsmarathon
zusammen mit Kreisbrandmeister Thomas Märcz ausgearbeitet hatte.
Wie KBM Märcz betonte, gehe es nicht nur um das Abrufen von Leistungen,
sondern auch um die Zusammenarbeit untereinander. Das beginnt im Einsatz und
endet mit dem gemeinsamen wiederherstellen der Einsatzbereitschaft, denn wie
im Fußball, vor und nach dem Spiel ist es bei der Feuerwehr, nach dem
Einsatz ist vor dem Einsatz. Da muss wieder alles Passen und in Ordnung sein.
Den rettungsdienstlichen Teil der Übung, speziell die Erstversorgung von
"Verletzten", übernahmen die Rettungssanitäter der Helfer
vor Ort Ruhmannsfelden
zusammen mit Ihrem Notarzt Dr. Michael Stern. Für täuschend echt aussehende
Verletzungen sorgte Herr Pfeffer von der realistische Unfalldarstellung des
BRK Viechtachs
Möglichkeiten der Feuerwehr und die Belange des Rettungsdienstes in Bezug
auf den Zustand des Patienten müssen im Ernstfall besprochen und aufeinander
abgestimmt werden. Es bedarf kontinuierlicher Absprache, um abwägen zu
können, ob der Patient aufgrund eines lebensbedrohlichen Zustandes schnell
und manchmal brachial, durch eine so genannte Crash-Rettung befreit werden muss,
oder ob Zeit bleibt ihn möglichst schonend aus misslicher Lage zu befreien,
erläuterte Kommandant Rudi Edenhofer.
Der eigentliche Clou dabei ist, dass weder die Aktiven noch der eingeteilten
Einsatzleiter Kenntnis vom Objekt und der gestellten Aufgabe haben.
Den Auftakt des Übungsmarathons machte ein Betriebsunfall bei der Firma
H&T in Ruhmannsfelden, wo es galt 1 Person unter einen Container, und einen
verschüttet Person zu Bergen. Der Einsatzleiter musste bei dieser Übung
alle Register ziehen, da es galt einen 14 Tonnen schweren Container zu heben,
auslaufendes Hydrauliköl zu binden und auch noch eine in einer Schütte
unter Steinen begrabe Person zu bergen.
Bei Übung zwei wurde ein Verkehrsunfall mit 2 PKW und vier Verletzten auf
der Gemeindeverbindungsstraße Ruhmannsfelden - Gotteszell angenommen,
wobei einer der PKW in Brand geraten war. Dem Einsatzleiter bot sich beim Eintreffen
folgende Lage. Zwei Personen im Fahrzeug eingeklemmt, ein PKW Im Vollbrand,
eine unter Schock flüchtende Verletzte Person und kurz darauf auch noch
ein abgängige Person, des weiteren musste auch die Verbindungsstraße
gesperrt werden.
Bei der abschließenden "Manöverkritik" wiesen Kommandant
Rudi Edenhofer und die Kreisbrandmeister Thomas Märcz (Ruhmannsfelden)
und Johann Achatz (Teisnach) auf die gemachten Fehler hin. Es gebe immer verbesserungswürdige
Abläufe, die offen angesprochen werden müssen. Eine positive Entwicklung
zu erreichen sei der Sinn des Übens. "Schaut man über Fehler
hinweg, lügt man sich selbst an! Schon beim nächsten echten Einsatz
kann der verbesserte Ablauf entscheidend sein." Edenhofer und Märcz
würdigten alle Übungsteilnehmer für ihr engagiertes Mitwirken
und dankte für die geopferte Freizeit. Auch Bürgermeister Josef Brunner
und die Markträte, Karl Schönberger, Erich Vogl, und Stefan Zachskorn
machten sich ein Bild über die Übungsabläufe an diesem Tag.
Bei der Übung drei handelte es sich um Nachbarschaftshilfe, und zwar um
einen Brand im Kindergarten Gotteszell, bei dem man zusammen mit den Feuerwehren
Gotteszell, Achslach und Patersdorf unter der Leitung von 1. Kdt. Bernhard Baumgartner
als erstes 10 vermisste Personen im Gebäude zu suchen hatte, was einen
erheblichen Aufwand von Atemschutzträger mit sich brachte. Die Brandbekämpfung
wurde gleichzeitig aufgenommen, und das Löschwasser über Hydranten
sichergestellt.
Nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft fand der Übungstag mit einer
kleinen Grillfeier zusammen mit den Frauen und Kindern einen gemütlichen
Abschluss
Übung 1: Betriebsunfall bei H&T Bau mit einer Person unter Container und einer Person verschüttet
Übung 2: VU mit drei Verletzten, PKW Brand und eine Verletzte -Vermißte Person
Übung 3: Nachbarschaftshilfe bei Brand im Kindergarten Gotteszell