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Unwetter
Einsätze
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Schwere Unwetter halten Feuerwehren in Atem
Öltank in Ruhmannsfelden umgekippt - Baufirma in Allersdorf überflutet
- Stromausfälle in Großenau und Geiersthal
Von Daniela Albrecht und Isolde Deiser
Viechtach. Orkanartige Windböen mit Geschwindigkeiten bis zu 110 Kilometern
pro Stunde, Hagel und Starkregen sind in der Nacht zum Mittwoch über ganz
Bayern gefegt. Auch im Landkreis Regen hat das Unwetter getobt. Besonders im
unteren Landkreis, vor allem in der Stadt Regen hat der Sturm massive Schäden
angerichtet. Im Vergleich dazu ist der Altlandkreis Viechtach noch einmal glimpflich
davon gekommen. Doch auch hier waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr und
Polizei gefordert - vor allem in Ruhmannsfelden, Allersdorf und Prackenbach.
Zwischen 20 und 22.30 Uhr gingen zahlreiche Anrufe bei der Polizeiinspektion
Viechtach ein. Gemeldet wurden überflutete Keller und Straßen sowie
umgestürzte Bäume, die auf Fahrbahnen lagen. Von Seiten der Polizei
wurden die jeweils zuständigen Feuerwehren alarmiert, welche sich anschließend
um die entsprechenden Hilfeleistungen kümmerten.
Im Markt Ruhmannsfelden fegte um 20 Uhr ein schweres Unwetter über den
Ort. Starkregen und fast erbsengroße Hagelkörner gingen nieder. 15
Minuten später riefen die ersten Anwohner die örtliche Feuerwehr zu
Hilfe. Unter Leitung des Kommandanten Rudi Edenhofer und Kreisbrandmeister Thomas
Märcz eilten fünfunddreißig Mann mit fünf Fahrzeugen zu
den ersten Hilfesuchenden. Schnell war klar, dass die Ruhmannsfeldener Feuerwehrleute
die vielen Einsätze allein nicht bewältigen können. So wurden
die Nachbarfeuerwehren Zachenberg, Lämmersdorf, Patersdorf und Teisnach
alarmiert.
Im Feuerwehrhaus in Ruhmannsfelden wurde unter Leitung von Herbert Brem eine
Zentrale eingerichtet, um die Einsätze zu koordinieren. Besonders betroffen
waren Huberweid, die Bachgasse und die Schulstraße. Gehwege und eine Tiefgarage
waren unterspült, eine Disco und mehrere Keller überflutet. Die Wassermassen
haben zudem das Kellerfenster eines Wohnhauses eingedrückt und den Keller
überflutet. Dabei ist der Heizöltank umgekippt. Zirka 400 Liter Heizöl
sind ausgelaufen. Deshalb wurde die Feuerwehr Zwiesel samt ihres Ölsanimats
angefordert, die gegen 22.40 Uhr in Ruhmannsfelden eintraf. Mit ihrem fahrbaren
Ölabscheider wurde im Beisein von Kreisbrandinspektor Christian Stiedl
aus Böbrach dann das fast einen Meter im Keller stehende Wasser-Ölgemisch
abgepumpt. Anschließend wurde das Öl abgesondert, so dass das Wasser
schließlich gereinigt in die Kanalisation fließen konnte. Ein Spezialfahrzeug
einer Privatfirma saugte danach die letzten Reste Öl-Wassergemisch aus
dem Keller.
Der gesamte Einsatz dort dauerte bis in den frühen Mittwochmorgen. Die
Feuerwehrleute halfen den sichtlich mitgenommenen Bewohnern auch noch, die ölverschmierten
Gegenstände aus dem Keller zu räumen.
Einige Bürger in Ruhmannsfelden meisterten das Eindringen des Wassers aus
eigener Kraft. Der Hagel musste mit Schneeschaufeln von Gullys und Abflüssen
geräumt werden, so dass das Wasser wieder in richtigen Bahnen floss. Insgesamt
waren fast neunzig Feuerwehrleute im Einsatz. Bürgermeister Josef Brunner,
der sich gegen Mitternacht über die gesamte Situation informierte, lobte
den umsichtigen und besonnenen, ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute aus
der ganzen Region.
Bei dem Unwetter wurde, wie die Polizei weiter mitteilt, auch das Betriebsgelände
einer Baufirma in Allersdorf (Gemeinde Kollnburg) überflutet. Die Feuerwehren
Allersdorf, Kollnburg, Kirchaitnach und Ayrhof konnten auch dort die Wassermassen
abpumpen. Auf den Ernstfall vorbereitet waren auch die Feuerwehren in Viechtach.
Wir sind aber Gott sei Dank verschont geblieben und mussten nicht ausrücken,
erklärt Feuerwehrpressesprecher Walter Weihmann. Und auch dem Stadtbauamt
sind bislang keine größeren Schäden gemeldet worden. Lediglich
Äste und Blätter, die auf die Straßen im Stadtgebiet gefallen
oder geweht worden sind, mussten von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs
weggeräumt werden, sagte Stadtbaumeister Wolfgang Achatz.
Ein umgefallener Baum ist wohl die Ursache für einen Stromausfall am Dienstagabend
im Viechtacher Ortsteil Großenau. Anwohner berichteten dem Viechtacher
Bayerwald-Boten, dass sie abends, als sie von der Arbeit nach Hause kamen, kein
Licht machen konnten. Auf Nachfrage bestätigte Rudi Plötz, Mitarbeiter
im E.ON-Netzcenter in Regen, dass im Bereich Großenau für rund eineinhalb
Stunden eine Stromleitung ausgefallen war. Ansonsten war es aber im Viechtacher
Raum nicht so schlimm, meist waren nur einzelne Häuser von Stromausfällen
betroffen, erklärte Plötz. Grund dafür seien Äste
oder ganze Bäume gewesen, die die Stromleitungen berührt hatten oder
in die Leitung gefallen waren. Stromausfälle sind der Polizei Viechtach
auch aus Geiersthal bekannt. Wie die Polizei mitteilte, wurde den Beamten gegen
23.30 Uhr gemeldet, dass mehrere Ortsteile der Gemeinde keinen Strom hätten.
Die Polizisten informierten daraufhin den Stromversorger E.ON.
Hier einige Einsatzbilder, aber nicht von allen Einsätzen
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Tiefgarage unter Wasser
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Tiefgarage unter Wasser
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3 umgestürzte Heizöltanks
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Heizöl auf Wasser
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So hoch stand das Öl-Wassergemisch
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Absaugen des Heizöl
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Keller unter Wasser
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Kanal hob Boden an und überflutete Disco
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Wasserschaden in Disco
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Wasserschaden in Disco
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Aufräumarbeiten
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Aufräumarbeiten
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Filtern von Restöl
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Aufstellen des Tanks
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