Am vergangen Sonntag durften wir die Dienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes bei in uns Ruhmannsfelden ausrichten
Dietl soll Keilhofer-Nachfolger werden
Kollnburger als Favorit: 2028 bekommt der Landkreis neuen Kreisbrandrat – Dienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes
Ruhmannsfelden. Ein Kollnburger soll 2028 neuer Kreisbrandrat im Landkreis Regen werden: Wie auf der Dienstversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes verkündet wurde, hört Hermann Keilhofer nach 30 Jahren auf – und hat sich bereits auf einen Nachfolger festgelegt: Marco Dietl, bisher Kreisbrandmeister.
Einmal im Jahr findet sich die geballte Feuerwehrkompetenz des Landkreises zur Dienstversammlung der Feuerwehrführungskräfte gemeinsam mit den Mitgliedern des Kreisfeuerwehrverbandes zusammen. Ausrichter der diesjährigen Versammlung, die am Sonntagvormittag in der Schul-Mehrzweckhalle in Ruhmannsfelden stattfand, war der örtliche Feuerwehrverein. Rund 300 Feuerwehrdienstleistende nebst Ehrengästen füllten die Halle bis auf den letzten Platz.
Einmal im Jahr findet sich die geballte Feuerwehrkompetenz des Landkreises zur Dienstversammlung der Feuerwehrführungskräfte gemeinsam mit den Mitgliedern des Kreisfeuerwehrverbandes zusammen. Ausrichter der diesjährigen Versammlung, die am Sonntagvormittag in der Schul-Mehrzweckhalle in Ruhmannsfelden stattfand, war der örtliche Feuerwehrverein. Rund 300 Feuerwehrdienstleistende nebst Ehrengästen füllten die Halle bis auf den letzten Platz.
Nach den Willkommensworten des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Regen, Heinrich Mühlbauer, erhoben sich die Anwesenden zu einer Schweigeminute für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder. Mühlbauer erinnerte dabei besonders an den verstorbenen Ehrenkreisbrandmeister Max Zelzer.
Bei seinem anschließenden Bericht über das Vereinsjahr 2025 stellte Mühlbauer fest, dass die Feuerwehrgemeinschaft wiederum mehr denn je gefordert war. Der Vorsitzende listete Teilnahmen an zahlreichen Jahreshauptversammlungen, Vorstands- und Ausschusssitzungen sowie eine große Anzahl von Festbesuchen zu besonderen Jubiläen der Landkreisfeuerwehren auf. Besondere Aufmerksamkeit gelte den Kinder- und Jugendfeuerwehren. Sie seien nicht nur unsere Zukunft, sondern es würden ihnen auch Werte wie Gemeinschaft, Verantwortung und Hilfsbereitschaft vermittelt, lobte Mühlbauer die Arbeit der Jugendwarte. Der Vorsitzende ging auf das Thema Vegetationsbrandbekämpfung ein und lud zu Fahrt nach Versammlungsende ein, bei der das Geodätische Observatorium in Wettzell besichtigt werden könne.
Als eine beeindruckende Veranstaltung mit perfekter Organisation bezeichnete Mühlbauer den Tag der Rettungs- und Hilfsorganisationen, der ebenfalls in Ruhmannsfelden stattfand. Mit Blick auf das kommende Jahr sprach er von bedeutenden Aufgaben und großen Herausforderungen, die es zu bewältigen gäbe. So würde das Thema Brandschutzerziehung neu aufgestellt. Diese stelle einen wesentlichen Bestandteil der vorbeugenden Arbeit der Feuerwehr dar. Mühlbauer richtete am Ende seines Berichtes Dankesworte an Feuerwehrführungskräfte und Dienstleistende, an die Vertreter der weiteren Blaulichtorganisationen, sowie an die Familienangehörigen der aktiven Mannschaften für deren Rückhalt und Verständnis.
Erster Grußwortredner war der örtliche Bürgermeister Werner Troiber, der die Professionalität und Verlässlichkeit der Feuerwehren herausstellte: „Auf euch ist jederzeit Verlass und ihr übernehmt Verantwortung, wenn jemand Hilfe benötigt.“. Dass diese dafür oftmals während der Ausübung ihres Dienstes Anfeindungen über sich ergehen lassen müssten, könne er nicht nachvollziehen.
Ein weiteres Grußwort sprach Landrat Ronny Raith, der als aktiver Feuerwehrmann und Rechtsbeistand der Kreisfeuerwehr in Uniform teilnahm. Raith berichtete von der Studie eines amerikanischen Forschers, der festgestellt hätte, dass Ehrenamtlichkeit und Helfersyndrom bereits im Erbgut des jeweiligen Menschen verankert seien. Besonders hob der Landrat die gute Zusammenarbeit innerhalb der Hilfsorganisationen hervor, indem er an einige Großschadenslagen erinnerte. Dieser Zusammenhalt würde in Zukunft mehr denn je benötigt, prophezeite Raith und führte als Begründung einen funktionierenden Katastrophenschutz sowie einen zunehmenden Ausbau des Zivilschutzes an.
Für seine ebenfalls anwesenden Kollegen aus dem Bayerischen Landtag Martin Behringer (FW) und Johann Müller (AfD) sprach MdL Stefan Ebner (CSU) ein Grußwort. Ebner bezeichnete die Feuerwehren als Garanten für Sicherheit und Zusammenhalt in der Gesellschaft, deren Einsatzkräfte in einer veränderten Welt bereit seien, Verantwortung zu übernehmen. „Das Land Bayern kümmert sich um seine Feuerwehren“, versprach Ebner und machte dies an einigen Gesetzesnovellen fest. Als Beispiele nannte er die Anhebung des Aktiven-Alters, Möglichkeiten der Entschädigungszahlungen für Ausbilder, Erleichterungen bezüglich des Datenschutzes bei Drohneneinsätzen sowie Fördermöglichkeiten bei Gerätehausneubauten.
Weitere Berichte folgten von der Schriftführerin Karina Trauner und Kassenverwalter Andreas Weindl. Nachdem die Kassenprüfer Martin Heiland und Michael Raith einwandfreie Kassenführung bestätigten, wurde der Vorstandschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr von der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt.
Umfangreich war die Leistungsbilanz, die Hermann Keilhofer im Jahresbericht des Kreisbrandrates (KBR) verlas. Ohne Ausreißer nach oben und ohne Bewältigung besonderer Großschadenslagen, ausgelöst durch Sturm, Starkregen, Hochwasser, oder Schneeereignisse könne das zurückliegende Dienstjahr als durchschnittlich bezeichnet werden, resümierte Keilhofer beim Rückblick auf das Jahr 2025. Danach listete er die Einsatzzahlen aller Wehren im Landkreis auf.
Verstärkte Aufmerksamkeit der Zuhörer gab es bei den Informationen über personelle Veränderungen. Dies traf besonders auf die Bekanntgabe des designierten Nachfolgers für das Amt des Kreisbrandrates zu, das Keilhofer nach 30 Jahren im Juli 2028 niederlegen wird. In enger Abstimmung innerhalb der Kreisbrandinspektion und mit Landrat Ronny Raith, habe man sich auf den aus Kollnburg stammenden Kreisbrandmeister Marco Dietl geeinigt. Dietl erfülle alle Voraussetzungen, die für die anspruchsvolle und zeitintensive Funktion eines Kreisbrandrates erforderlich seien, begründete Keilhofer diese zeitliche Vorfestlegung.
Im weiteren Bericht folgte eine Auflistung der Beschaffung von Fahrzeugen und Ausrüstung für das zurückliegende und aktuelle Dienstjahr. Besonders freute sich KBR Keilhofer, dass es ihm gelungen sei, dass eine der zwei für Niederbayern vorgesehenen Waldbrandkomponenten am Standort bei der Feuerwehr Viechtach stationiert werden soll. Weitere feuerwehrtechnische Informationen, die Keilhofer in seinem Bericht erwähnte, betrafen die Fahrzeugzuteilung des Bundes –„nicht alles läuft wie angedacht“ –, die Änderungen in der Alarmplanung im Landkreis sowie Veränderungen im Ausbildungsprogramm bezüglich Strahlrohrtraining für Atemschutzträger. Kritik äußerte Keilhofer über den angestiegenen Verwaltungsaufwand, der von den Freiwilligen Feuerwehren kaum mehr zu leisten wäre.
Danach folgte der Finanzbericht des Fördervereins, den Vorsitzender Andreas Weindl vortrug. Martin Heiland und Michael Maimer bescheinigten als Kassenprüfer eine ordentliche Buchführung, was von der Versammlung mit einstimmiger Entlastung der Vorstandschaft quittiert wurde.
Bevor der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Heinrich Mühlbauer, die Versammlung beschließen konnte, standen noch einige besondere Ehrungen auf der Tagesordnung, die er gemeinsam mit Landrat Ronny Raith und KBR Hermann Keilhofer an verdiente Feuerwehrmitglieder überreichte (wir berichten gesondert).
Jahresbilanz 2025
• 220 Brandeinsätze
• 520 Technische Hilfeleistungen
• 44 Sicherheitswachen
• 20 ABC-Gefahrenstoffeinsätze
• 114 Fehlalarme
• 196 Sonstige Tätigkeiten
• 13036 Einsatzstunden der Dienstleistenden der Freiwilligen Feuerwehren.
Danach folgte der Finanzbericht des Fördervereins, den Vorsitzender Andreas Weindl vortrug. Martin Heiland und Michael Maimer bescheinigten als Kassenprüfer eine ordentliche Buchführung, was von der Versammlung mit einstimmiger Entlastung der Vorstandschaft quittiert wurde.
Bevor der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Heinrich Mühlbauer, die Versammlung beschließen konnte, standen noch einige besondere Ehrungen auf der Tagesordnung, die er gemeinsam mit Landrat Ronny Raith und KBR Hermann Keilhofer an verdiente Feuerwehrmitglieder überreichte (wir berichten gesondert).
Jahresbilanz 2025
• 220 Brandeinsätze
• 520 Technische Hilfeleistungen
• 44 Sicherheitswachen
• 20 ABC-Gefahrenstoffeinsätze
• 114 Fehlalarme
• 196 Sonstige Tätigkeiten
• 13036 Einsatzstunden der Dienstleistenden der Freiwilligen Feuerwehren.
Von Edwin Schedlbauer
Quelle: Viechtacher Bayerwaldbote vom 24.02.2026 www.pnp.de
